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Studie: Einfache Jobs haben Zukunft

Digitalisierung kostet Arbeitsplätze, heißt es häufig. Eine Studie, die das ifo-Institut für die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern erstellt hat, legt nun das Gegenteil nahe - zumindest für Bayern: Um 1,6 Prozent wird die Gesamtbeschäftigung in Bayern zwischen 2016 und 2030 wachsen - beim ungünstigsten von vier Szenarien. Im besten Fall ergibt sich ein Plus von 13,5 Prozent.

Durchwachsen sieht es dagegen für Gesamtdeutschland aus: Zwischen minus 4,8 Prozent bis plus 5,5 Prozent spannt sich der Korridor. Besonders gut schneidet Oberbayern ab. Der Bezirk steht derzeit für 38 Prozent der Beschäftigung in Bayern. 2030 werden es 39,3 Prozent sein.

Allerdings kommt es sehr auf den Beruf an. Wer schlau sein will und zum Bau geht, könnte 2030 auch in Bayern das Nachsehen haben. Ein Minus von 23 Prozent spricht nicht für Zukunftsperspektiven für Maurer und Betonbauer. Auch Bank- und Versicherungskaufleute sind mit minus 13 Prozent auf der Verliererstraße.

Zuwächse von 44 Prozent werden dagegen sozialpflegerischen Berufen vorhergesagt, bei Wirtschaftsprüfern und Organisatoren wird ein Wachstum von 37 Prozent erwartet. Mit plus 36 Prozent können Rechnungskaufleute und Datenverarbeitungsfachleute rechnen. Mit 35 Prozent liegen Ingenieure knapp dahinter. Aber auch für Lager- und Transportarbeiter (plus 18 Prozent) geht es aufwärts.

Das Auffällige: Neben den bereits heute hoch bezahlten Qualifikationen haben die einfacheren und schlechter entlohnten Tätigkeiten gute Zukunftsperspektiven. Das geht zu Lasten des derzeit noch mittleren Entgelt- und Qualifikationsbereichs. In diesem Mittelfeld gibt es viele Tätigkeiten, die einen hohen Routinegrad aufweisen und damit leichter automatisierbar sind - oder auch schnell in billigere Regionen verlagert werden.

Bei den heute gering entlohnten Tätigkeiten kommt es auf persönliche Anwesenheit und Kommunikation an. Dagegen hat der Roboter kaum eine Chance. Und die auch heute hoch bezahlten Berufe erfordern kreative, koordinierende oder organisierende Fähigkeiten, die nur schwer automatisierbar sind - und damit unverzichtbar bleiben.

 

 

Abgaben steigen für Gutverdiener 2019

Gutverdiener müssen sich in 2019 wieder auf höhere Beiträge zur Sozialversicherung einstellen. Die Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversicherung steigen wie folgt an:

Kranken- und Pflegeversicherung von 53.100 auf 60.750 Euro pro Jahr

Renten- und Arbeitslosenversicherung WEST von 78.000 auf 80.400 Euro pro Jahr

Renten- und Arbeitslosenversicherung OST von 69.600 auf 73.800 Euro pro Jahr

Die Versicherungspflichtgrenze, die bei Erreichen einen Wechsel in eine private Krankenversicherung möglich macht wurde auf 60.750 Euro ab 01.01.2019 angehoben.

Jährlich zum 01.01. eines Jahres werden diese Grenzen angehoben.

 

 

Steuerzahlungen von Rentnern steigen

Die Einkommensteuerzahlungen von Rentnern und Pensionären wreden sich laut Bundesregierung bis 2022 verdoppeln. Das berichtet die "Rheinische Post" und beruft sich dabei auf eine Antwort des Finanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Demnach soll das Aufkommen der veranlagten Einkommensteuer aus Alterseinkünften in vier Jahren 13,1 Milliarden Euro betragen - 2016 waren es noch 6,5 Milliarden Euro. Die Gründe: Zum einen nimmt die Zahl der steuerpflichtigen Rentner zu. Zum anderen erhöht sich wegen des Alterseinkünftegesetzes von 2005 der steuerpflichtige Teil der gesetzlichen Rente. Wer 2005 in Rente ging, muss 50 Prozent seiner Rente versteuern. Beginnt der Ruhestand 2020, sind es schon 80 Prozent. Ab 2040 sind dann alle Renteneinkünfte zu 100 Prozent steuerpflichtig.

 

 

August 2018 - 450-Euro-Grenze bleibt

Für Minijobs soll es trotz steigendem Mindestlohn bei der Einkommensgrenze von 450 Euro im Monat bleiben. Eine weitere Anhebung sei derzeit nicht vorgesehen und auch nicht Gegenstand des Koalitionsvertrages, teilte das Bundesarbeitsministerium mit. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dringt indes auf eiine Erhöhung. Die Grenze verschäft die ohnehin bestehende Personalknappheit im Gastgewerbe. Sie sollte daher an die Lohnentwicklung gekoppelt werden und jährlich automatisch mitwachsen.

In Deutschland gibt es laut Bundesagentur für Arbeit rund 7,5 Millionen Minijobber. Der Mindestlohn soll Anfang 2019 von aktuell 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde steigen und Anfang 2020 nochmals auf 9,35 Euro. Das führt dazu, dass Minijobber immer kürzer arbeiten können, bis die Verdienstgrenze erreicht ist. Eine Sprecherin des Arbeitsministeriums sagte, von Beginn an sie die Maßgabe gewesen, eine Ausweitung der Minijobs zu begrenzen.

 

 

26.04.2018 | Fachkräftemangel verschärft sich

September 2018 - Mindestlohn soll bis 2020 auf 9,35 Euro ansteigen

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll zum 01. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro ansteigen. Zum 01. Januar 2010 soll eine weitere Erhöhung auf 9,35 Euro folgen. Mit der Erhöhung soll an die Entwicklung der durchschnittlichen Löhne angepasst werden.

89.000 Fachkräfte fehlen in Oberbayern / Verluste in Milliardenhöhe für Unternehmen

Die Fachkräftelücke in der Wirtschaft des Oberlands bleiben weiterhin groß. Insgesamt werden in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Bad-Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Landsberg am Lech bis Ende diesen Jahres über alle Berufsgruppen hinweg etwa 7.000 Fachkräfte fehlen.

Aufgrund des Engpasses können rund 4,4 Prozent aller in der Region angebotenen Arbeitsplätze für Fachkräfte nicht besetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Auswertung des IHK-Fachkräftemonitors Bayern. Gesucht werden dabei zu etwa 90 Prozent beruflich qualifizierte Mitarbeiter. Ganz oben auf der Wunschliste der Betriebe stehen CAD-Konstrukteure, Industriemeister in der Mess- und Prüftechnik, sowie REFA-Techniker - hier kann jede siebte Stelle nicht besetzt werden. Bei den Akademikern fehlen Maschinenbauingenieure. Mit 153.000 Fachkräften sind derzeit rund neun Prozent des Fachkräfteangebots von Oberbayern in der Region Oberland angesiedelt. "Der Fachkräftemangel bremst die bayerische Wirtschaft massiv.

Betriebe müssen Aufträge verschieben oder ablehnen", sagt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. So entgehe Oberbayern eine Wirtschaftsleistung um schätzungsweise 7,6 Milliarden Euro in diesem Jahr, in ganz Bayern seien es 17 Milliarden. "Der Fachkräftemangel ist aktuell das größte Problem der regionalen Wirtschaft. 52 Prozent der Betriebe im Oberland bezeichneten ihn als Geschäftsrisiko", so Driessen weiter. "Das ist der höchste Wert seit fünf Jahren."

Im bayernweiten Vergleich ist Oberbayern am meisten vom Personalengpass betroffen. Hier fehlen in absoluten Zahlen 89.000 Fachkräfte. Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern, wird diese Fachkräftelücke bis 2030 auf etwa 155.000 Personen anwachsen. Allein im Oberland werden dann 12.000 Fachkräfte fehlen. "Viele Branchen leiden darunter, dass die Nachwuchskräfte einen akademischen Abschluss anstreben", bemängelte Driessen. Dabei seien Meister und Fachwirte wegen ihrer Praxiserfahrung viel gesuchter und hätten oftmals bessere Karriere- und Verdienstaussichten als Akademiker. Driessen fordert auch mehr Frauen als Führungskräfte. Quelle: Das Gelbe Blatt vom 19.04.2017

06.11.2017 | Firmen tolerieren schlechte Führung

Der Chef brüllt und schikaniert: Solange die Ergebnisse stimmen, ist das in vielen Unternehmen kein Problem.

Das berichtet der Harvard Business Manager und bezieht sich dabei auf eine Studie der Hochschule Osnabrück. Forscher um Professor Carsten Steinert hatten Führungskräfte von 351 größeren deutschen Unternehmen befragt. Dabei sagten zwar 60 Prozent der Befragten, dass Führungskultur eine hohe bis sehr hohe Bedeutung für sie habe. Genauso viele gaben aber an, bei guten operativen Ergebnissen Schwächen im Führungsverhalten zu tolerieren.

Schlechte Führung ist außerdem nur selten ein Grund für die Trennung von einem Manager. Als möglichen Anlass für eine Trennung nannten 63 Prozent ein schlechtes operatives Ergebnis, nur 24 Prozent dagegen ein schlechtes Führungsverhalten.

16.04.2014 | Ranking der Mitarbeiterwünsche

Jahrelang stand der Wunsch der Mitarbeiter mehr Geld zu verdienen an erster Stelle. Nach neuesten Umfragen wurde dieser Wunsch jetzt abgelöst und die der Wunsch nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit steht inzwischen an erster Stelle.

10.04.2014 | Weihnachtsfeiern ein Stück Unternehmenskultur ist verloren

Weihnachtsfeiern finden in jedem Jahr in großer Anzahl statt. Doch die meisten Weihnachtsfeiern sind nicht von den Unternehmen organisiert und bezahlt. Vielmehr pflegen die Mitarbeiter eine eigene Kultur auf eigene Kosten und in der Freizeit, die Unternehmen nicht mehr bieten. Bei einer Umfrage gab ca. jede 10. Führungskraft an, dass die Feier ganz ausfällt.

14.08.2013 | Beschäftigte verdienen unterm Strich weniger

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben zu Beginn des Jahres unter dem Strich schlechter verdient als zuvor. Die Löhne und Gehälter seien im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal zwar um 1,4 Prozent gestiegen, die Verbraucherpreise hätten im gleichen Zeitraum aber um 1,5 Prozent zugelegt, teilte das statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Unter dem Strich seien die Einkommen damit um 0,1 Prozent gesunken. Grund für das leichte Minus war demnach, dass Sonderzahlungen geringer ausfielen und dass die bezahlte Wochenarbeitszeit zurückging.

Im Schnitt verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer - ohne Sonderzahlungen - 3398 Euro brutto im Monat. Die höchsten Durchschnittsgehälter wurden mit 4543 Euro bei Banken und Versicherungen gezahlt. Beschäftigte in der Energieversorgung verdienten 4477 Euro, im Bereich Information und Kommunikation 4475 Euro. Den niedrigsten durchschnittlichen Verdienst hatten Beschäftigte im Gastgewerbe, die auf 2008 Euro kamen.

In den vergangenen fünf Jahren stieg laut Statistik das Lohngefälle. Arbeitnehmer in leitenden Positionen konnten ihre Gehälter um 15,5 Prozent steigern, ungelernte Beschäftigte nur um 9,8 Prozent.

19.03.2013 | Mehr Zeitarbeiter im Chefsessel

Zeitarbeit in Chefetagen nimmt zu. Für 2013 erwartet der Dachverband Deutsches Interim Management nach eigenen Angaben ein Plus von 25 Prozent bei den Honorarn. Demnach würden sich bis Ende 2013 die Honorare auf 1,2 Milliarden Euro summieren. Zu den Aufgaben der externen Chefs gehörten die Sanierung von Firmen, das Überbrücken von Vakanzen und zeitlich begrenzte Projektleitung. Dem Verband zufolge waren Ende 2012 bundesweit 5500 Interim Manager tätig.

19.03.2013 | Immer mehr Klagen vor Arbeitsgerichten

Angestellte und Arbeitgeber tragen Konflikte zunehmend bis zur letzten Instanz vor Gericht aus. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, Ingrid Schmidt, sieht eine Ursache dafür in der "schleichenden Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts". Musterverfahren würden immer weniger akzeptiert. Mit dem Zuwachs der Verfahren um 16 Prozent auf 4082 seit vergangenem Jahr habe es einen Rekord in der mehr als 50-jährigen Geschichte des Gerichts gegeben. Eine Verfahrenswelle gab es, weil Arbeitnehmer einiger Großunternehmen wegen der Anpassung ihrer Betiebsrenten klagten.

17.01.2013 | Jobsuchende haben zu hohe Lohnvorstellungen

Ein Großteil der Arbeitssuchenden hat einer Umfrage zufolge unrealistische Lohnvorstellungen. Gem. des Instituts der deutschen Wirtschaft erwartet die Hälfte der Befragten im neuen Job ein Einkommen, das den geschätzten Marktlohn um mehr als 20 Prozent übersteigt. Jedem sechsten Arbeitnehmer schwebe das doppelte dessen vor, was von den Unternehmen tatsächlich bezahlt werde. Jobsuchende orientierten sich nicht an den üblichen Löhnen und Gehältern, sondern sie wollen ihr zuletzt erzieltes Einkommen erhöhen.

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