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Urteil: Verletzung der Zeugnispflicht

Schadensersatzanspruch wegen fehlendem Arbeitszeugnis.

Kommt es zu einer Absage auf eine Stellenbewerbung, weil der ehemalige Arbeitgeber des Bewerbers diesem trotz mehrfacher Aufforderung kein Arbeitszeugnis ausstellt, so begründet dies einen Schadensersatzanspruch. Dies entschied das Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven in seinem Urteil vom 06.10.2011 (Az. 1 Ca 1309/10)

In dem vorliegenden Fall erhielt ein Arbeitnehmer nach seiner Kündigung trotz mehrfacher Aufforderung kein Arbeitszeugnis. Auf zwei Bewerbungen erhielt er Absagen mit der Begründung, dass kein Arbeitszeugnis über die langjährige Tätigkeit bei seinem vorherigen Arbeitgeber vorliegt. Daraufhin verlangte er Schadensersatz von seinem ehemaligen Arbeitgeber, da seinetwegen die Bewerbungen erfolglos blieben.

Dieser stellte sich dem entgegen mit der Begründung, dass er die Zeugniserteilung nicht generell abgelehnt, sondern vielmehr den Arbeitnehmer vergebens aufgefordert habe, selbst einen Entwurf zu schreiben.

Das Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven teilte die Meinung des Arbeitnehmers. Ihm stehe der Schadensersatzanspruch zu, denn die Formulierung des Zeugnistextes und die Erstellung des Zeugnisses obliege grundsätzlich dem Arbeitgeber. Daran habe auch die Aufforderung zur Erstellung eines Entwurfs nichts geändert. Das fehlende Zeugnis sei ursächlich für die Absage und damit für einen finanziellen Schaden, was vom Arbeitnehmer auch erfolgreich bewiesen werden konnte. Die Höhe des Schadens setzte das Gericht auf die Höhe des Verdienstausfalls für sechs Wochen fest, da anzunehmen sei, dass ein neues Arbeitsverhältnis mindestens sechs Wochen bestehen bleibt

Schadenersatz für zu schlechtes Zeugnis

Erhalten Angestellte ein zu schlechtes Arbeitszeugnis, kann ihnen dafür Schadenersatz zustehen. So muss der Arbeitgeber Betroffene dafür entschädigen, wenn ein unangemessenes Zeugnis nachweislich der Grund für eine Absage beim Bewerben um einen neuen Job war, wie das Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven entschieden hat (AZ.: 1 Ca 1309/10). In dem Fall hatte ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter ein zu schlechtes Zeugnis ausgestellt. Ein Gericht verurteilte ihn daraufhin zu einer Korrektur. Dem kam der Arbeitgeber aber nicht nach. Als der frühere Mitarbeiter sich woanders bewarb, bekam er eine Absage. Der Grund: Das Zeugnis sei zu schlecht. Daraufhin verlangte der Arbeitnehmer von seinem alten Arbeitgeber Schadenersatz. Mit Erfolg: Das Arbeitsgericht sprach dem Mann einen Schadenersatz in Höhe von rund 3500 Euro zu.

Fachkräfte werden teurer


Eine Untersuchung bescheinigt ein deutliches Gehaltsplus in technischen Berufen.

Die Gehälter von Mitarbeitern in technischen Funktionen steigen deutlich. Im Vergleich zum Vorjahr haben deutsche Unternehmen die Grundgehälter ihrer Fach- und Führungskräfte um durchschnittlich 3,5 Prozent angehoben. Das hat die Managementberatung Kienbaum in einer Studie zur Vergütung von Führungskräften und Spezialisten in technischen Funktionen ermittelt. Dabei sind die Gehälter der Fachkräfte etwas stärker angestiegen als die der Führungskräfte (3,4 Prozent). Grund hierfür ist der Mangel an Spezialisten, der sich auch in Zukunft positiv auf die Gehälter der Mitarbeiter in technischen Funktionen auswirken wird.

Der Studie zufolge bezahlen Mittelständler ihre Spezialisten fast genauso gut wie große Unternehmen. Die Vergütung der Führungskräfte steigt mit zunehmender Unternehmensgröße jedoch stark an:
In einem Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern sind die Gehälter in der operativen und mittleren Führungsebene etwa 40 Prozent höher als in einem Unternehmen mit nur 50 bis 100 Beschäftigten. Das Einkommen von Führungskräften in der ersten Hierarchieebne kann sich bei einem Wechsel in ein großes Unternehmen sogar verdoppeln.

Eine weibliche Führungskraft erhält 88 000 Euro im Jahr, ein männlicher Chef 107 000 Euro.

Berufseinsteiger in Forschung und Entwicklung gehören mit einem durchschnittlichen Jahesgehalt von mehr als 45 600 Euro zu den am besten bezahlten Nachwuchskräften. Die Gehaltsrangliste der Führungspositionen wird hingegen von der Technischen Gesamtleitung angeführt - mit Jahresbezügen von durchschnittlich 167 000 Euro. Ein Lagerleiter verdient als Schlusslicht 63 000 Euro.

Deutlich geringer sind die Gehaltsunterschiede bei Fachkräften. Die Einkommensspanne reicht von jährlich 85 000 Euo eines Vertriebsingenieurs bis zu den 50 000 Euro eines Konstruktionstechnikers. Desweiteren ergab die Studie, dass die Gehälter je nach Branche stark variieren. Die Top-Verdiener kommen demnach aus dem Bereich Chemie. Zum Beispiel verdient eine Führungskraft dort mit 131 000 Euro im Jahr 72 Prozent mehr als die Führungskraft einer gemeinnützigen Organisation. Etwas geringer fallen die Unterschiede bei den Spezialisten aus: Ein Speziallist im Verlagswesen verdient durchschnittlich 56 000 Euro, während ein Mitarbeiter in der Pharmaindustrie in ähnlicher Funktion allerdings 85 000 Euro erhält.

Besonders gravierend sind die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern. Männliche Speialisten und Führungskräfte verdienen im Schnitt acht Prozent mehr als Frauen in den gleichen Positionen: So erhalten weibliche Führungskräfte ein durchschnittliches Jahresgehalt von
88 000 Euro, Männer aber 107 000 Euro. Laut der Studie verdienen Frauen als Laborleiter sogar 37 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Freiheitsliebe, Arbeitslosigkeit: Es gibt gute Gründe, warum Frauen sich selbständig machen

Immer mehr Frauen machen sich selbständig: Nach Angaben des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung gaben fünf Prozent der erwerbstätigen Frauen 2011 an, dass sie innerhalb der vergangenen dreieinhalb Jahre ein Unternehmen gegründet hätten oder gerade dabei seien, eines zu gründen. Insgesamt ist die Zahl der selbständigen Frauen innerhalb von 20 Jahren von 780 000 auf mehr als 1,3 Millionen gestiegen. Die Zahl der selbständigen Männer ist mit fast drei Millionen doppelt so hoch. Drei Viertel der Selbständigen im Haupterwerb sind Männer. Dagegen gibt es besonders viele weibliche Selbständige, die innerhalb des traditionellen Familienmodells etwas hinzuverdienen: Von Selbtändigen im Zuerwerb sind zwei Drittel Frauen.

 

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Bunout-Prävention

Burnout-Betroffenen ist das natürlich Gespür für eine gesunde Work-Life-Balance meist verloren gegangen. Um Ihre eigene Haltung zu überprüfen, bietet sich der Austausch mit anderen Menschen an. Aber es gibt noch andere Maßnahmen zur Burnout-Prävention.

1) Hinterfragen Sie Ihre eigenen Zielsetzungen

2) Planen Sie Zeiten für Ihre Erholung und auch mal Nichtstun ein.

3) Trennen Sie nach Möglichkeit Arbeits- und Privatleben. Checken Sie z. B. am Wochenende keine beruflichen E-Mails.

4) Pflegen Sie soziale Kontakte, z. B. in Vereinen oder durch regelmäßige Treffen mit Freunden.

5) Gönnen Sie sich Wellness-Anwendungen.

6) Verschaffen Sie sich regelmäßig frische Luft, möglichst in der freien Natur.

7) Praktizieren Sie Entspannungstechniken.

8) Verschaffen Sie sich genügend Schlaf und ausreicende Arbeitspausen.

9) Erhöhen Sie Ihre Ausdauer durch sportliche Aktivitäten. Sie sollten zumindestens ein moderates Training fest in Ihren Wochenablauf integrieren. Aber überanstrengen Sie sich nicht.

10) Ernähren Sie sich gesund und reduzieren Sie Ihren Konsum von Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol.

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Einkommenssteuer - kalte Progression

Der deutsche Einkommenssteuertarif ist progressiv ausgestaltet. Der derzeitige Tarif lässt ein Existenzminimu bei jedem Steuerpflichtigen in Höhe von 8.004 Euro steuerfrei (Grundfreibetrag). In der sich anschließenden Progressionszone steigt der Steuersatz von 14 % (be 8.005 Euro) auf 42 % (bei 52.881 Euro) unterschiedich stark an. Der Steuersatz von 42 % bleibt für Einkommen bis 250.730 Euro konstant. Jeder weitere Euro wird mit 45 % bestuert (sog. Reichensteuer). Beim Splittingtarif für zusammenveranlagte Ehegatten gelten die doppelten Euro-Beträge.

Der progressive Tarif hat zur Folge, dass z. B. bei Arbeitnehmern, die lediglich die Inflation ausgleichende Lohnerhöhungen erhalten, der Durchschnittssteuersatz ansteigt und durch diese zusätzliche Steuerbelastung ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sinkt (sog. kalte Progression).

Familienfreundlich - was heißt das eigentlich?

Familienbewußte Arbeitszeiten:
Gibt es Teilzeit oder Gleitzeitarbeitsmöglichkeiten? Wie sieht es aus mit Sabbaticals? Bietet das Unternehmen Vertrauensarbeitszeit an? Sie die Arbeiteszeiten auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmt?

Flexibel Arbeitsorte
Kann auf Wunsch zuhause gearbeitet werden?

Elternzeit
Wei einfach wird Vätern und Müttern der Wiedereinstieg gemacht? Werden sie in der Elternzeit durch Fortbildungen gefördert?

Kinderbetreuung
Gibt es im Betrieb eine Kinderbetreuungsstätte mit angepassten Öffnungszeiten? Hilft der Arbeitgeber im Krankheitsfall (auch der Tagesmutter)? Dürfen Kinder in Ausnahmefällen mit zur Arbeit kommen?

Beruf und Pflege
Wird auf Mitarbeiter Rücksicht genommen, die Angehörige pflegen?

Familienservice
Hierzug zählen Transportdienste für Kinder, Lebensmittellieferungen, Wasch- und Bügelservice, Reinigungsservice uws.

Beratung
Gibt es Informations- und Beratungsangebote zu den Themen Familie und Pflege (zum Beispiel Elternfortbildungen, Gesprächsangebote für pflegende Angehörige usw.)?

 

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Bei unzulässigen Fragen lügen

Bewerber A war zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Das Gespräch verlief zunächst gut. Dann fragte der Arbeitgeber plötzlich nach schweren Erkrankungen wie Epilepsie. Was sollte A Antworten?

Am besten und rechtlich zulässig ist es, in einem solchen Fall zu lügen.

Die allgemeine Frage nach einer schweren Krankheit dürfen Arbeitgeber in einem Bewerbungsgespräch nicht stellen. Dasselbe gilt für Fragen nach einer Schwangerschaft, Kinderwunsch oder einer Schwerbehinderung. Auf diese Fragen müssen Bewerber nicht antworten.

Die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers haben in diesen Fall Vorrang vor dem Informationsinteresse des Arbeitgebers. Bewerber A kann daher entweder schweigen oder die Frage mit einer Lüge beantworten. Rechtliche Konsequenzen haben eine falsche Antwort nicht.

Von dieser Regel gibt es jedoch Ausnahmen: Der Arbeitgeber darf nach einer Krankheit fragen, wenn sie den Arbeitnehmer bei der Ausübung seiner Arbeit beeinträchtigt. So darf der Personalleiter einen Vertriebs-Außendienst-Bewerber fragen, ob er alkoholkrank ist. Denn ein Arbeitgeber kann nicht guten Gewissens einen Außendienst-Mitarbeiter einstellen, der unkontrolliert trinkt und damit den Straßenverkehr und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Lügt der Bewerber in so einem Fall. kann das sehr wohl rechtliche Konsequenzen haben. Dann darf der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag anfechten.

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Wie man sich mit einfachen Übungen Entspannung verschafft

  1. Sitzen
    Der beste Stuhl ist der, von dem man öfter aml aufsteht und weggeht. Der ideale Bürostuhl hat Rollen, eine hohenverstellbare Sitzfläche, flexible Armlehnen und eine bewegliche Rückenlehne. Der Stuhl sollte viel Bewegungsfreiheit zulassen.
  2. Stehen
    Höchstens die Hälfte der Arbeitszeit sollte man sitzend verbringen. Mindestens ein Viertel der Arbeitszeit sollte man im Stehen verbringen. Ideal ist ein Sitz-Steh-Arbeitsplatz mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch oder Stehpult.
    Manche Büroarbeitnehmer gewöhnen sich an im Laufen oder Stehen zu telefonieren oder sie halten zur Abwechslung eine Konferenz oder ein Meeting im Stehen ab. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Veranstaltung garantiert kürzer ausfällt und Entscheidungen erwisenermaßen schneller gefällt werden.
  3. Bewegen
    Ein weiters Viertel der Arbeitszeit sollte man in Bewegung verbringen. Spätestens nach einer Stunde ruhigen Sitzens ist es höchste Zeit ein paar Schritte zu gehen. Folgende Veränderungen können dazu beitragen: Der Drucker sollte außerhalb der Griffweite platziert sein, beim Gang zum Kopierer kann man die Arme schwingen lassen. Ein Besuch im Nachbarbüro ersetzt das Telefonat. Auf dem Weg in die Kantine wählt man statt dem Aufzug die Treppe.
  4. Übungen
    Einfache Übungen am Schreibtisch lockern die Haltung und machen den Kopf frei: Man legt die Hände entspannt auf die Oberschenkel, zieht die Schultern beim Einatmen nach vorn, hebt die Schultern an und bewegt sie langsam nach hinten. Beim Ausatmen Schultern fallen lassen. Oder: Man bewegt die Fersen eine Minute lang abwechselnd auf und ab, als würde man auf der Stelle gehen. Dann rollt man die Füße einige Male von den Zehenspitzen auf die Fersen. Oder man beugt sich auf dem Stuhl nach vorne, lässt den Kopf zwischen die Knie fallen und macht einen Katzenbuckel.
    Auf Youtube finden sich unter dem Stichwort "Fit im Büro Gymnasiik" mehrere kurze Videos mit sinnvollen Übungen.

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Ein Leben im Sitzen

Berufstätige beweben sich immer weniger. Daher sind Rückenschmerzen schon fast die Norm. Aber auch schlechtes Betriebsklima und Stress im Job bereiten der Wirbelsäule Schmerzen.

Jeder Beschäftigte in Deutschland war im vergangenen Jahr durchschnittlich 1,2 Tage wegen seines Rückens arbeitsunfähig. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse stand die Diagnose "Rückenschmerzen" mit insgesamt 2,5 Millionen Fehltagen auf Platz zwei der Ausfallgründe nach den psychischen Erkrankungen.

Ob Muskelverspannung, blockierte Wirbel oder Bandscheibenprobleme: Der Schmerz im Rücken ist in Deutschland zur Volkskrankheit geworden. Schuld tragen allerdings nicht in erster Linie schlechte oder verschlissene Knochen. Vielmehr fordert das moderne Arbeitsleben seinen Tribut. Wer rastet der rostet - so lautet ein altes Sprichwort. Wer sich also nicht bewegt, lässt seine Muskeln verkümmern. Wenn die Muskeln jedoch erschlaffen, geben sie keinen Halt mehr.

Studien der Universität Jena zeigen, dass vielen Rückenpatienten dir Kraft in der Bauch- und Rückenmuskulatur fehlt. Eine weitere Studie mit etwa 30 000 Erwachsenen zeigte, je träger die Personen lebten, desto mehr Gewicht setzten sie an und klagten häufiger über dauerhafte Rücken- und Nackenschmerzen.

Die zunehmende Bewegungslosigkeit im Alltag schmerzt nicht nur, sie auch teuer: Rückenschmerzen verursachen jedes Jahr direkte und indirekte Kosten von 48,9 Milliarden Euro (gem. Helmholtz-Gesellschaft). Chronische Rückenschmerzen verursachen bundesweit zu 18 Prozent Frühverrentungen und damit zu einem enormen volkswirtschaftlichen Schaden.

In den meisten Fällen gibt es keine organischen Ursachen für die Schmerzen und selbst wenn jemand einen Bandscheibenvorfall hat, muss er keine Schmerzen haben. Die gute Nachricht lautet: Bei 90 Prozent der Kranken verschwinden die Beschwerden spätestens nach drei Monaten wieder. Die restlichen zehn Prozent quälen sich mit Dauerschmerzen.

Als Übeltäter bei Schmerzen ohne Befund kommt oft die Seele ins Spiel. Denn zwischen Kopf und Rücken gibt es eine unheilvolle Allianz, da Stress im Gehirn entsteht. Ob private oder berufliche Dauerbelastung, der Körper reagiert darauf.

 

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Häufigste Probelme am Arbeitsplatz

  • 27 % fehlende Anerkennung
  • 25 % innerbetriebliche Veränderungen
  • 22 % fehlende Leistungsmöglichkeiten
  • 17 % Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes
  • 13 % Konflikte mit Kollegen
  • 12 % Konflikte mit Vorgesetzten
  • 9 % Arbeit erscheint sinnlos

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Einsicht in die Personalakte

Der Arbeitgeber hat im Rahmen seiner vertraglichen Rücksichtnahmepflicht (§ 241 Abs. 2 BGB) auf das Wohl und die berechtigten Interessen des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen. Hierzu zählt auch das aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers resultierende Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Der Arbeitnehmer hat daher auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses das Recht, in seine Personalakte zu schauen und den Wahrheitsgrad des Inhaltes zu prüfen (BAG-Urteil vom 16. November 2011 - 0 AZR 573/09).

 

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Multitasking und Unterbrechnungen

Moderne Technik macht es möglich, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten. Befragungen zeigen jedoch, dass sich die meisten Beschäftigten durch Multitasking und Unterbrechungen belastet fühlen. In einem veröffentlichtem Bericht fasst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz BBAuA) den Stand der Forschung zusammen und stellt, die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Stressleben bei Störungen und Multitasking dar.

Die Ergebnisse zeigen, dass über die Lebensspanne hinweg die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Arbeitsgedächnisleistung und die Fähigkeit zum schnellen Aufgabenwechsel abnehmen. Diese Leistungseinbußen müssen allerdings nicht zwangsweise zu einer Verschlechterung im Umgang mit Multitasking und Arbeitsstörungen führen. Berufserfahrung ist der wichtigste Faktor, der die Defizite kompensieren kann. Auch das Anfertigen von Notizen etwa wirkte entlastend. Zudem variiert die Höhe der Leistungseinbußen stark, Faktoren wie Sport, intellektuelle Anregeungen, Vermeiden von Stress und gesunde Ernährung wirken ihnen entgegen.

Generell können dem BAuA-Bericht zufolge Multitasking und Arbeitsunterbrechungen zu Überforderung, negativen Emotionen, Kontrollverlust, schnellere Ermüdung,  und chronischen Stressreaktionen führen. Häufig sind sie mit einer erhöhten Fehlerrate und längerer Bearbeitungszeit verknüpft. Ausreichender Handlungsspielraum, soziale Unterstützung, ein gutes Selbstwertgefühl erleichtern den Umgang mit Multitasking und Unterbrechungen.

 

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Psychische Leiden nehmen weiter zu

Laut dem aktuellen Gesundheitsreport 2011 der Betrieskrankenkassen (BKK) sind die Krankenstände zum dritten Mal in Folge wieder leicht gestiegen und lagen 2009 bei 3,9 Prozent. (2006 waren es 3,4 %).
Dies ist deshalb bemerkenswert, weil 2009 ein Krisenjahr war. In Krisenjahren werden normalerweise sinkende Krankenstände erwartet.
Die auffälligsten Steigerungsraten weisen psychische Leiden auf, Arbeitnehmer erkrankten daran doppelt so häufig wie noch vor zwanzig Jahren. Die Beschäftigten fehlten im letzten Jahr durchschnittlich an 14,4 Tagen. 2008 fielen sie einen Tag weniger (13,4 Tage) aus, während 2006 mit 12,4 Tagen die wenigsten Krankentage gemeldet wurden.

Der Report von 2011 betrachtet das Krankengeschehen der verschiedenen Erwerbsgruppen unter besonderer Berücksichtigung der demographischen Entwicklung. Durch die Alterung der geburtenstarken Jahrgänge stieg die Erwerbstätigkeit der über 55-jährigen in den letzen Jahren deutlich an. Beschäftigte mit körperlich belasteten Tätigkeiten wie in Bau- und Metallberufen, Reinigungskräfte oder Lagerarbeiter weisen die höchsten Ausfallzeiten bei dieser Altersgruppe auf. Sie liegen durchschnittlich bei vier und mehr Krankheitswochen.

Der Aufwärtstrend bei den Fehlzeiten gilt erstmals auf für Gruppen der höher qualifizierten Berufe.  Derzeit ist jeder achte Ingenieur über 55 Jahre alt und erkrankte 2009 im Schnitt rund 18 Tage im Jahr. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr fast eine Verdoppelung der Krankheitstage. Auch bei den Kaufleuten und den Fachkräften der Datenverarbeitung erhöhte sich der Krankenstand bei den über 55-jährigen auf 19.4 Arbeitsunfähigkeitstage und verzeichnet damit einen Anstieg um vier Tage gegenüber dem Vorjahr. Die Erhöhung der Krankentage hängen auch mit den ständig wachsenden Leistungsanforderungen zusammen.

In jüngeren Altersgruppen stellen Krankheiten des Atmungssystems, des Verdauungstraktes sowie Verletzungen die häufigsten Krankheitsursachen dar. Herz- und Kreislaufleiden sowie in weit höherem Maße Muskel- und Skeletterkrankungen kommen mit zunehmendem Alter nicht nur häufiger vor, sondern dauern aufgrund der Kranheitsschwere auch länger an. Die durch Muskel- und Skeletterkrankungen ausgelösten Fehltage liegen bei den über 60-jährigen etwas achtmal so hoch wie bei den 25-jährigen. Während die psychischen Störungen bereits bei den unter 30-jährigen zunehmen, treten sie am häufigsten und längsten bei den über 55-jährigen auf. Herz- und Kreislauferkrankungen nehmen vor allem bei Männern um die 40 zu.

 

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Work-Life-Balance - Riskantes Leben im "Stand-by-Modus"

Mit dem Einzug von Handy und Internet kam die ständige Erreichbarkeit in unser Leben. Vor 10 Jahren war das noch ganz anders.

Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen imm mehr, und das Vordringen der Arbeitswelt in die Freizeit führt häufig zu Schlafproblemen. Das hat der Bundesverband der Betriebskrankenkassen bei einer in Auftrag gegebenen Umfrage unter 2.322 Berufstätigen herausgefunden. Vor allem wer zu den 16 Prozent der Berufstätigen gehört, die mehr als 50 Stunden wöchentlich arbeiten, gönnt sich häufig zu wenig Schlaf (im Durchschnitt 6,5 Stunden pro Nacht). Wenn Beschäftigte unter Schlafproblemen leiden, dann meistens wegen Überforderung und beruflichem Streß. Jeder fünfte Befragte checkt direkt vor dem Zu-Bett-Gehen noch dienstliche e-mails und SMS, oder erledigt beruflich veranlasste Aufgaben. Insgesamt leben 84 Prozent der 18- bis 65-jährigen Beschäftigten im "Stand-by-Modus", in dem sie auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte erreichbar sind. Jeder zweite gab sogar an, für solche beruflichen Kontakte jederzeit offen zu sein.

 

Wertvolle Tipps für den Zweitjob

Wertvolle Tipps für den Zweitjob

Halbe Tage an der Kasse im Supermarkt arbeiten und am Abend im Gasthaus bedienen – solche Berufsmodelle sind keine Seltenheit mehr. Immer mehr Beschäftigte haben einen Zweitjob. Viele ergänzen ihr Einkommen bei einem Halbtagsjob durch einen zusätzlichen Minijob. Andere wählen beruflich mehrere Standbeine. Sie verbinden den Job mit einem Hobby. Beipiel: Ein IT-Administrator erstellt nebenberuflich Webseiten. Bei den meisten Menschen reicht ein Job nicht mehr für die Erhaltung des Lebensstandards aus und ein zweiter Job wird deshalb nötig.

Für alle gilt: Beim Zweitjob müssen zwingend Regeln beachtet werden.

1) Prüfung: Ist im Arbeitsvertrag des Hauptarbeitgebers ein Nebenjob ausgeschlossen, bzw. erlaubt.

2) Meistens müssen Nebentätigkeiten durch den Arbeitgeber genehmigt werden.

3) Um Streit zu vermeiden, sollten Beschäftigte lieber den Chef fragen, ob der Nebenjob erlaubt wird.

4) Der Chef darf einen Nebenjob nur dann verbieten, wenn betriebliche Interessen entgegen stehen. Das bedeutet der Arbeitnehmer muss seinen Verpflichtungen und Leistungen nachkommen können. Wer morgens am Schreibtisch einschläft, weil er nachts in der Disco Getränke ausgeschenkt hat, der verletzt seine Arbeitspflichten.

5) Das Arbeitsgesetzt muss beachtet werden: Der Nebenjob darf zusammen mit dem Hauptjob die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden nicht überschreiten. Außerdem gilt eine Ruhezeit von 11 Stunden zwischen der letzten Tätigkeit und der Aufnahme der nächsten Tätigkeit einzuhalten.

6) Ein Arbeitgeber kann auch eine Tätigkeit beim Wettbewerber untersagen.

7) Doppeljobber müssen auch beim Thema Urlaub aufpassen: Haben die Arbeitnehmer im Erstjob Urlaub, dann dürfen sie auch im Zweitjob nur sehr eingeschränkt arbeiten. Alles andere widerspricht dem Zweck des Urlaubs, der zur Erholung dient.

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Mitarbeiter sind ihr wichtigstes Kapital

Erkennen sie die Erfolge ihrer Mitarbeiter - loben sie ihre Mitarbeiter;

Führen sie ihre Mitarbeiter mit visionären Zielen, denn sie wollen begeistert, zufrieden sein und sich entwickeln können;

Fördern sie die Kreativität, Effektivität und Innovationsbereitschaft ihrer Mitarbeiter;

Mitarbeiter wollen einen attraktiven Arbeitgeber;

Möglichkeiten der persönlichen und fachlichen Weiterbildung;

Interessieren sie sich für die beruflichen und privaten Sorgen ihrer Mitarbeiter;

Kundenorientierung ist nur mit begeisterten Mitarbeitern zu erreichen.

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Woran erkennt man ein gutes Traineeprogramm?

Hier der Check als Entscheidungshilfe.

  • 1) Dauer: weniger als ein Jahr ist zu kurz. Mehr als zwei Jahre ist zu lang.
  • 2) Stationen: Durchlauf von mindestens 3 Abteilungen bei international tätigen Unternehmen – eine Abteilung im Ausland.
  • 3) Auswahlverfahren: Ein mehrstufiger Auswahlprozess zeugt von Qualität.
  • 4) Mentoring: Trainees werden von einer Führungskraft (Mentor) unterstützt.
  • 5) Weiterbildung: Trainees übernehmen sehr früh Verantwortung und werden durch Schulungen unterstützt.
  • 6) Übernahme: Es finden frühzeitig Gespräche über die Karriereplanung statt und eine Übernahme ist erwünscht.
  • 7) Gehalt: Das Gehalt eines Trainees liegt nicht weit unterhalb des Einstiegsgehaltes. Im Durchschnitt beträgt es 2.500 Euro pro Monat brutto.


Konzern oder Familienbetrieb - wer bietet mehr?

Viele Berufseinsteiger quälen sich mit dieser Frage. Die Vorteile die ein Konzern bietet: Geplante und gut entwickelte Karrierewege Möglichkeiten ins Ausland zu gehen Bereichswechsel sind leichter möglich Höheres Einkommen. Die Vorteile, die ein KMU-Unternehmen bietet: Gelegenheit, schnell Verantwortung zu übernehmen Größere Nähe zu den Entscheidungsträgern Breites Überblickwissen Familiäre, wärmere Unternehmenskultur.

Karrierechancen gibt es in jedem Alter

Ab einem bestimmten Zeitpunkt fühlen sich viele zu alt für neue berufliche Herausforderungen. Doch, es gibt Positionen, die kann man erst ab einem bestimmten Alter bekommen. Man muss nur wissen, wie man sich richtig bewirbt. Wenn Sie wissen wollen welche Defizite es sind, die eine schriftliche Bewerbung sofort auf den Stapel für die Rücksendung wandern lassen, wie man Werbung für sich selbst macht, welche Rolle Noten, Beurteilungen und Zeugnisse spielen, wie Lücken im Lebenslauf erfolgreich gefüllt werden, was im Vorstellungsgespräch entscheidend ist, was die Körpersprache über mich im Vorstellungsgespräch verrät?
Dann sprechen Sie mit Helga Ohlenschläger. Tel. 08171 / 81 865 25

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